Echter Eibisch (Althaea officinalis)
Standort: Er schätzt sonnige Plätze auf nährstoffreichen, feuchten Böden und kommt sogar mit salzhaltiger Erde gut zurecht.
Blühzeit & Größe: Zwischen Juli und September zeigt er seine blassrosa Blütenpracht bei einer stattlichen Wuchshöhe von 80 bis 150 cm.
Verwendung: Die Pflanze ist aufgrund ihrer enthaltenen Schleimstoffe seit jeher fester Bestandteil der Klostergärten und findet heute als Zierde oder in der häuslichen Pflege von Hals und Rachen Beachtung.
Unterschied zu Verwandten: Während Stockrosen oft rau und borstig sind, ist der Echte Eibisch an seinen charakteristisch samtig-weichen, silbrig-grauen Blättern sofort zu erkennen.
Tradition: Bekannt wurde er als Namensgeber für die ursprünglichen „Marshmallows“, da man früher aus dem Wurzelextrakt zähe Süßspeisen herstellte; zudem galt die stärkereiche Wurzel in kargen Zeiten als nahrhafte Reserve.
Ökologischer Wert: Er ist eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Besonders die Malven-Langhornbiene ist auf Malvengewächse angewiesen. Insgesamt dient er etwa 5 bis 10 spezialisierten Insektenarten als Lebensraum oder Futterquelle.
Rote-Liste-Status: In Deutschland wird der Echte Eibisch als „gefährdet“ (Kategorie 3) eingestuft, da seine natürlichen Standorte (Salzwiesen, feuchte Gräben) immer seltener werden.
