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Mondkalender

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  • 5. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Feb.



Was ist der Demeter-Mondkalender?


Der Demeter-Mondkalender ist ein Aussaat- und Arbeitskalender für Garten, Landwirtschaft und Haushalt, der sich an den Rhythmen von Mond und Planeten orientiert. Er wird vor allem in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft (Demeter) genutzt, aber auch von Hobbygärtner:innen.

Grundidee: Pflanzen reagieren nicht nur auf Wetter und Jahreszeiten, sondern auch auf kosmische Rhythmen – insbesondere auf den Mondlauf durch die Tierkreiszeichen.


Der Mond wirkt rhythmisch ordnend – auf die Pflanzen, auf uns und alles andere was von Wasser durchdrungen ist, wie wir Ebbe und Flut.


Je nachdem, welche Pflanzenseite gerade angesprochen wird, reagiert die Pflanze stärker oder schwächer.

Entstehung: Maria Thun

Maria Thun (1922–2012) war eine deutsche Forscherin im Bereich der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Wie alles begann

  • In den 1950er-Jahren führte sie systematische Aussaat-Versuche durch

  • Gleiche Pflanzen, gleiche Erde – nur unterschiedliche Mond- und Sternkonstellationen

  • Die Ergebnisse waren deutlich sichtbar: Wachstum, Geschmack, Lagerfähigkeit unterschieden sich stark

Ihre wichtigste Erkenntnis

Nicht nur die Mondphasen sind entscheidend, sondern vor allem:

In welchem Tierkreiszeichen der Mond steht

Diese Erkenntnisse veröffentlichte sie ab 1963 jährlich im Aussaattage-Kalender, dem heutigen Demeter-Mondkalender.



Das Herzstück: Die 4 Pflanzentypen

Maria Thun ordnete Pflanzen den vier Elementen zu – je nachdem, welcher Pflanzenteil gefördert wird:

Element

Mond in Zeichen

Pflanzentyp

Beispiel

🌱 Erde

Stier, Jungfrau, Steinbock

Wurzel

Karotten, Kartoffeln

🌊 Wasser

Krebs, Skorpion, Fische

Blatt

Salat, Spinat

🌬 Luft

Zwillinge, Waage, Wassermann

Blüte

Blumen, Brokkoli

🔥 Feuer

Widder, Löwe, Schütze

Frucht/Samen

Tomaten, Bohnen


Wann ist welche Arbeit dran?


Wurzeltage (Erde)

Gut für:

  • Säen & Pflanzen von Wurzelgemüse

  • Hacken, Unkraut jäten

  • Ernten von Lagergemüse

Nicht ideal für: Blattpflanzen


Blatttage (Wasser)

Gut für:

  • Salate, Kohl, Kräuter

  • Bewässern

  • Rasenschnitt

Achtung: Sehr wachstumsstark – aber auch anfälliger für Schnecken & Pilze


Blütentage (Luft)

Gut für:

  • Blumen, Zierpflanzen

  • Heilpflanzen ernten

  • Bienenfreundliche Pflanzen

Tipp:Perfekt für Blumenschnitt – hält länger in der Vase


Fruchttage (Feuer)

Gut für:

  • Tomaten, Kürbis, Getreide

  • Obstbäume pflanzen

  • Ernte von samenhaltigen Früchten

Top für: Geschmack & Ertrag



Mondphasen


🌕 Vollmond

  • Hohe Saftspannung

  • Gut für Ernten, weniger für Pflanzen

  • Unkraut jäten wirkt nachhaltiger


🌑 Neumond

  • Ruhephase

  • Gut für Planung, Bodenpflege

  • Keine Aussaat


🌒 Abnehmender Mond

  • Kräfte gehen in die Wurzeln

  • Ideal für:

    • Schneiden

    • Umtopfen

    • Kompostarbeit


🌔 Zunehmender Mond

  • Wachstum nach oben

  • Gut für:

    • Säen

    • Pflanzen

    • Veredeln



Spickzettel für den Kühlschrank


WELCHER TAG – WAS TUN?


🌱 WURZELTAG (Erde)

Mond in: Stier, Jungfrau, Steinbock

✔ Karotten, Kartoffeln, Rote Bete

✔ Umtopfen, Hacken

✔ Ernte von Lagergemüse


🌊 BLATTTAG (Wasser)

Mond in: Krebs, Skorpion, Fische

✔ Salat, Spinat, Kohl

✔ Gießen, Rasen mähen

⚠ Schnecken & Pilze beobachten


🌬 BLÜTENTAG (Luft)

Mond in: Zwillinge, Waage, Wassermann

✔ Blumen säen & pflanzen

✔ Heilkräuter ernten

✔ Blumenschnitt (hält länger!)


🔥 FRUCHTTAG (Feuer)

Mond in: Widder, Löwe, Schütze

✔ Tomaten, Bohnen, Kürbis

✔ Obst ernten

✔ Saatgut gewinnen



🌙 MONDPHASEN – MERKSATZ

  • Zunehmend → säen & pflanzen

  • Abnehmend → schneiden & jäten

  • Vollmond → ernten, Unkraut entfernen

  • Neumond → Pause & Planung



Wie liest man den Demeter-Mondkalender richtig?

Viele stolpern hier – deshalb Schritt für Schritt:


Schritt 1: Datum ansehen

➡ Jeder Tag ist einem Pflanzentyp zugeordnet (Wurzel, Blatt, Blüte, Frucht)


Schritt 2: Mondphase beachten

➡ Steht meist als Symbol dabei

➡ Verstärkt oder bremst die Wirkung


Schritt 3: Zusatztage erkennen

  • Knoten 🌑 → besser nichts säen

  • Perigäum (Mond erdnah) → Stress für Pflanzen

  • Apogäum (mondfern) → schwaches Wachstum

  • An diesen Tagen: lieber pflegen statt säen


Faustregel:

Wenn du nur eine Sache beachtest: Pflanzentag + Mondphase


Was sagt die Wissenschaft dazu?


Ganz wichtig: Maria von Thun hat real experimentiert – ihre Beobachtungen sind praktisch reproduzierbar, aber:


Wissenschaftlicher Stand

  • Klassische Naturwissenschaft erkennt Mondphasen-Einflüsse (Gezeiten, Feuchtigkeit)

  • Der Tierkreis-Bezug ist nicht eindeutig messbar

  • Effekte sind:

    • subtil

    • stark abhängig von Boden, Sorte, Wetter


Warum viele trotzdem überzeugt sind:

  • Langjährige Praxis-Erfolge

  • Wiederholbare Muster im Wachstum

  • Verbesserter Rhythmus & Aufmerksamkeit bei der Arbeit

Selbst Forschungseinrichtungen sagen heute:

Wer achtsam, regelmäßig und passend arbeitet, erzielt oft bessere Ergebnisse – unabhängig von der Ursache.

Der Mondkalender wirkt also nicht magisch, sondern:

strukturierend, rhythmisch, beobachtungsfördernd


Wie du ihn sinnvoll nutzt (ohne Stress)

Nicht:„Oh nein, heute falscher Tag – dann gar nichts tun!“

Sondern:

  • Wenn möglich → günstige Tage nutzen

  • Wenn nicht → Wetter & Boden gehen vor


Goldene Regel:

Der beste Tag ist der, an dem du Zeit hast –der Mondkalender macht ihn nur ein bisschen besser.

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